Unsere Geschichte – Tradition seit 1296

Der Bächlehof ist der Gründungsort von Bottenau. Bereits 1296 wurde er erstmals urkundlich erwähnt – damals bewirtschafteten Mönche des Klosters Allerheiligen den Hof mit Ackerbau und Viehzucht. Über 500 Jahre stand er unter klösterlicher Herrschaft, bevor er nach der Säkularisierung in bürgerliches Eigentum überging.

 

Seit 1883 ist der Bächlehof im Besitz der Familie Hildenbrand und wird heute in der 5. Generation bewirtschaftet. Was sich über die Jahrhunderte nicht geändert hat: der Respekt vor Tier und Natur und der Anspruch an höchste Qualität.

1296 – Der Anfang: Kloster Allerheiligen

Der Bächlehof ist der Gründungsort von Bottenau und wurde 1296 erstmals urkundlich erwähnt. Damals schenkte Ritter Gottfried zu Kolbe den Hof dem Kloster Allerheiligen – zu Gunsten seines Seelenheils. Die Mönche betrieben hier Ackerbau und Viehzucht und legten die ersten Weinberge an. Damit kam der Weinbau ins Bottenauer Tal.

500 Jahre unter klösterlicher Herrschaft

Über fünf Jahrhunderte blieb der Hof im Besitz des Klosters. Von 1316 bis 1491 wurde er von den geistlichen Frauen der Klause Oberndorf bewirtschaftet, die sich der Kranken- und Altenpflege widmeten und mit großer Ehrfurcht vor Gottes Schöpfung lebten. Sie weihten die Hofkapelle dem Heiligen Wendelin, dem Schutzpatron der Tiere – ein Zeichen für den schon damals gelebten Respekt vor dem Tierwohl.

Bewegte Zeiten: Bauernaufstände und Kriege

Im 16. Jahrhundert verweigerte der damalige Bewirtschafter die Abgaben ans Kloster – ein Zeichen des Widerstands nach den Bauernkriegen. Während des Dreißigjährigen Krieges (1618–1648) kam der Hof durch Krieg und Nachlässigkeit in Verfall und musste danach mühsam wieder aufgebaut werden.

Straßburger Aristokratie und Zufluchtsort

Ab dem 17. Jahrhundert pachteten wohlhabende Straßburger Patrizierfamilien den Hof. Während der Französischen Revolution (1789–1799) wurde er sogar zum Zufluchtsort für adelige Flüchtlinge aus Straßburg. Das berühmte Gemälde "Bäuerliches Konzert auf dem Bächlehof" des Napoleon-Historiographen Benjamin Zix, das heute im Museum Straßburg hängt, zeugt von dieser glanzvollen Epoche.

Seit 1883: Familie Hildenbrand

Nach der Säkularisierung 1803 ging der Hof in bürgerliches Eigentum über. Seit 1883 bewirtschaftet die Familie Hildenbrand den Bächlehof – heute bereits in der 5. Generation. Aus dem historischen Klostergut ist ein moderner Familienbetrieb geworden mit Freiland-Hühnerhaltung, Obstplantagen und Streuobstwiesen.

Was bleibt: der Einklang mit der Natur und der Respekt vor dem Lebewesen – genau wie vor über 800 Jahren.